Eugen Freund

Mitglied des Europäischen Parlaments

MEP seit 1. Juli 2014

Seit Mitte des Jahres ist Eugen Freund Mitglied des Europäischen Parlaments. Bei der Wahl als Spitzenkandidat der SPÖ am 25. Mai 2014 landete der ehemalige ORF-Korrespondent und Moderator der “Zeit im Bild” an zweiter Stelle. Über 40.000 Österreicher und Österreicherinnen gaben ihm ihre Vorzugsstimme.

Mehr über seine Tätigkeit und Aufgaben im EU-Parlament unterhttp://www.spe.at/abgeordnete/eugen-freund sowie auf Facebook und Twitter

EIN RUCKSACK VOLLER PROBLEME

…erwartet die zukünftige Chefverhandlerin der EU Federica Mogherini. Diplomatische Herausforderungen stellen die Ukraine, der Nahe Osten und die transatlantischen Beziehungen dar.

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100 Jahre Zeit Im Bild

Was wir in Österreich seit knapp 60 Jahren als wichtigste Informationssendung kennen, hat auch eine Vorgeschichte. Schon 12 Jahre vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Deutschland eine “illustrierte Wochenschrift”, die den Namen “Zeit im Bild” trug (Ob der langjährige ORF-Veteran Teddy Podgorski, der immer darauf hinweist, dass ihm dieser Name eingefallen ist, diese Zeitschrift in seinem Keller verwahrt hatte, wäre noch zu klären). Das Magazin war etwas größer als heutige Wochenzeitschriften (SPIEGEL, profil), wobei die Seiten – interessant aus heutiger Sicht – fortlaufend nummeriert waren. Die abgebildete Nummer vom 1. Oktober 1914 beginnt mit Seite 1817. Dazu gab es – Zeit im  B i l d ! – viele Photos und auch Korrespondenten-Berichte, etwa wenn Soldaten von “Frankreich nach Belgien” begleitet werden, mit dem damals typischen patriotischen Beiklang  (“…Für unsere schwere Artillerie und unsere Truppen ist nichts unmöglich…Ganz hervorrangend hat sich auch die österreichische Artillerie mit ihren 32,5=Zentimeter Haubitzen bewährt”). Dazu kommt noch ein Fortsetzungsroman “Der schwarze Ring” von Otto Flake. Auf der letzten Seite sind noch Kleinanzeigen abgedruckt (unter der Rubrik Österreich findet man: “Abbazia, herrlichstes Seebad a. d. Adria” oder “Gries bei Bozen, Sanatorium für Leichtkranke der Atmungsorgane”) und das Impressum.

“In Österreich-Ungarn für die Herausgabe…verantwortlich: Heinrich Freund, Wien” Nicht verwandt mit mir, soweit ich weiss.

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Peter Turrini, 70

Es war meine erste “große Geschichte“  für das profil. Entstanden im März 1973. Zuvor hatte ich mehrere Artikel über den Kärntner Ortstafel-Konflikt verfasst, der mir, ganz nebenbei, zum Einstieg in den Journalismus verhalf. Peter Turrini war damals zwar kein ganz unbekannter Schriftsteller mehr, aber ein wirklich ausführliches Porträt war in einem österreichischen Magazin noch nicht erschienen. Nach einem längeren Gespräch mit ihm und zahlreichen Recherchen brachte ich – es war noch die Vor-Computer-Zeit  - erst einmal ein handschriftliches Konzept zu Papier und schrieb dieses  dann mit der Schreibmaschine nieder. Zum Glück gab es damals auch noch eine oder einen zuständige/n Kulturredakteur(in), die entsprechende Änderungen und Korrekturen vornahm. Aber, wie man sieht, der Anfang ist völlig gleich geblieben, und auch sonst finden sich immer wieder größere Textstücke.

Alles Gute, lieber Peter, und: ad multos annos!

  • Turrini, 70
  • Turini, 70
  • Turinni, 70

 

Südafrika – vor der Wahl Mandelas 1994

Interview mit dem Schriftsteller Breyten Breytenbach in Durban, Südafrika im April 1994

Breyten Breytenbach: “Es ist ein Traum und gleichzeitig ein Alptraum. Die Verfassung ist schlecht, ich glaube nicht, dass die Wahlen wirklich frei und fair sein werden, und ich glaube wir stehen am Anfang einer sehr schwierigen und blutigen Periode – aber dennoch: es ist wichtig, dass diese Wahlen stattfinden.”

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Leseprobe “Der Tod des Landeshauptmanns”

Jasmin Köpperl griff nach der Zuckerdose. Es war bereits ihr dritter kleiner Brauner, diesmal hatte sie noch extra ein Kännchen Milchschaum dazu bestellt. Sie legte die drei Seiten, die sie gerade gelesen hatte, auf den Tisch und dachte nach. Ihr Blick schweifte hinaus auf die Bahnhofstraße. Ein älterer Herr, der einen Trachtenhut trug, in dessen grünem Band eine Fasanfeder steckte, ging direkt am Caféhaus- Fenster vorbei, aber sie nahm ihn nicht wahr, sie fokussierte auf nichts. Zweimal hatte sie den Text durchgelesen, aber sie konnte sich keinen Reim darauf machen. Sie, die immer so gut organisiert war, die ihre Storys stets im Kopf formuliert hatte, bevor sie sie auf Papier oder später in den Computer schrieb, war am Ende. Nicht einmal einen einfachen Text zu analysieren war sie in der Lage. Zu viel war in den letzten Tagen über sie hereingebrochen.

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„Zib1“-Moderator Eugen Freund legt ein mutiges Krimidebüt vor, in dem Jörg Haiders tödlicher Verkehrsunfall zum Ausgangspunkt für ein raffiniertes Intrigen- und Spionage­geflecht wird.

Angelika Hager über “Der Tod des Landeshauptmanns”

Mehr unter: http://www.profil.at/articles/1340/560/367372/eugen-freunds-krimi-tod-landeshauptmanns

Laudatio Maja Haderlap

Es gibt im Leben Konstellationen –  die scheinbare Stellung heller Himmelskörper – hier nennen wir sie die offensichtliche Stellung heller Geister – es gibt also Konstellationen, die einfach glücklich zu nennen sind. (Diese Analogie ist mir übrigens eingefallen, schon lange bevor viele das Wahlergebnis in  Kärnten auf genau diese Konstellation zurück führten…) Und diese offensichtliche günstige Stellung war gegeben, als Maja Haderlap vor zwei Jahren ihr so wichtige Buch der Öffentlichkeit präsentierte – warum gewisse Konstellationen dabei eine nicht unwesentliche Rolle – auch bei der Rezeption des Buches – gespielt haben, möchte ich nun zu erklären versuchen.  Lassen Sie mich also ein wenig in der Geschichte graben, um den historischen Hintergrund zu beschreiben, der noch ein paar Jahre weiter zurück liegt als der, den Maja Haderlap für immer und unauslöschlich  festgehalten hat.

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